Ergebnisse Playoffs

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Freitag, 30. Juni 2017 - 21:06 Uhr
RBB EM: Happy End für die deutschen Herren Bronze nach Krimi gegen die Niederlande


RBB Pressemitteilung vom 30.Juni 2017

Die deutsche Herren Nationalmannschaft hat bei den Europameisterschaften auf der spanischen Insel Teneriffa Bronze gewonnen. Nach einem erneut wahren Krimi behält dieses Mal die Auswahl von Nicolai Zeltinger das glücklichere Ende für sich und holt sich mit einem 61:56 (14:17/29:30/43:45) Erfolg über die Niederlande den verdienten Lohn für ihre Arbeit. Im finalen Spiel avancierte einmal mehr Center Aliaksandr Halouski mit 25 Punkten zum besten Werfer für die deutsche Mannschaft.

Dabei kamen die deutschen Herren zunächst gut in die Partie und markierten über das 8:5 (Min 4) ein erste kleine Führung gegenüber den Holländern. Doch Mitte des ersten Viertels verließ das Team Germany dann ein wenig das Glück im Abschluss und so musste man die Niederlande über das 16:21 (Min 13) und das 20:27 (Min 15) ein wenig ziehen lassen. Headcoach Nicolai Zeltinger zückte die Auszeit und diese sollte in der Folge dann auch ihre Wirkung zeigen. Ein schöner 7:0 Lauf der ING DiBa Korbjäger brachte das Team bis zur Halbzeitpause wieder bis auf einen Zähler zum 29:30 (Min 20) heran.

Zurück aus der Kabine erwischte das Team Germany dann denn besseren Auftakt in Halbzeit zwei und zog über das 33:30 (Min 22) und das 39:32 (Min 24) bis auf sieben Punkte den Oranje davon. Doch Nachlässigkeiten in der Defense und am Rebound brachten die Niederlande wieder zurück ins Spiel und so vergab die deutsche Auswahl nicht nur die Führung, sondern kassierte mit der Viertelpause erneut den Rückstand zum 43:45. Es sollte sich also auch an diesem Tag ein finaler Schlussakt entwickeln, der es in sich hatte. Dieses Mal war es aber das Team Germany, das das glücklichere Ende für sich verbuchte und in der Crunchtime die Nerven behielt. Mit 61:56 besiegt man wie auch 2015 in Worcester das Team aus Holland und dekoriert sich verdient mit der Bronzemedaille.

„Es war das erwartet spannende und enge Spiel gegen den Gruppensieger der Vorrundengruppe A und wir wollten diese Medaille unbedingt haben. Wir haben so ein junges Team, das so viel geleistet hat und wir sind so überglücklich, dass wir sie auch holen konnten. Das war eine unglaubliche Teamleistung. Wir sind in dieser kurzen Zeit mit so einer großen Truppe menschlich so toll zusammengewachsen und haben, denke ich, das Beste aus diesem Turnier heraus geholt. Das letzte Spiel im Turnier zu gewinnen ist immer enorm wichtig und daher können wir einfach sehr stolz auf uns sein“ freut sich ein überglücklicher Nicolai Zeltinger nach der Partie.

Im zweiten Spiel des Tages kämpfen die deutschen Damen im Finale nun um Gold. Hochball gegen den Dauerrivalen aus den Niederlanden ist um 16 Uhr (17 Uhr MESZ).




Deutschland: Thomas Böhme (12), Jan Gans (19), Aliaksandr Halouski (25), Jan Haller (2), Kai Möller, Nico Dreimüller, Oliver Jantz, Matthias Güntner, Phillip Schorp, Jan Sadler, Christopher Huber, Frank Oehme

Niederlande: Frank De Jong (2), Robin Poggenwisch (4), Marc Van De Kuilen (4), Sebastiao Nijman, Walter Groen (4), Anton De Rooij (8), Joost Morsinkhof, Mattijs Bellers (19), Gijs Even, Quinten Zantinge, Mustafa Korkmaz (15), Arie Twigt



Kader der deutschen Herren Nationalmannschaft
(Nummer/Name/Jahrgang/Klassifizierung/Verein)

4 Phillip Schorp 1993 1.0 Hannover United
5 Nico Dreimüller 1997 2.0 RSV Lahn Dill
6 Matthias Güntner 1998 4.5 Rhine River Rhinos
7 Christopher Huber 1995 1.0 RSV Lahn Dill
8 Jan Sadler 1993 3.0 Hannover United
9 Kai Möller 1991 3.0 BG Baskets Hamburg
10 Jan Haller 1988 2.0 RSV Lahn Dill
11 Oliver Jantz 1998 2.0 Hannover United
12 Aliaksandr Halouski 1987 4.5 RSB Thuringia Bulls
13 Thomas Böhme 1991 3.0 RSV Lahn Dill
14 Frank Oehme 1984 1.0 BSC Rollers Zwickau
15 Jan Gans 1987 4.0 BSC Rollers Zwickau

Headcoach: Nicolai Zeltinger
Co-Trainer: Ralf Neumann
Co-Trainer: Paul Bowes
Teammanager: Moritz Weith
Physiotherapeut: Cornelia Freitag
Physiotherapeut: Julia Nösges
Athletiktrainer: Dirk Lösel
Teamarzt: Dr. Sascha Kluge
Teampsychologin: Daphni Bouzikou
Techniker und Trainer: Martin Kluck



Sonntag, 7. Mai 2017 - 11:20 Uhr
Final 4 Champions League im Rollstuhlbasketball auf Teneriffa

Die RSB Thuringia Bulls verlieren das Spiel um Platz 3 beim Final 4 mit 68:70 (18:20,18:14,17:19,15:17) Ehen den RSV Lahn Dill.

Das Spiel der unerfüllten Träume endet für die RSB Thuringia Bulls wie der Rest der Saison. Der RSV Lahn Dill hatte mal wieder das glücklichere Ende für sich und die RSB Bulls sind zweiter Sieger gegen den Seriensieger aus Wetzlar. Das Spiel war über die gesamte Spielzeit der erwartete Krimi und erst mit der letzten vergebenen Aktion von Joke Linden beim Endstand von 70:68 waren die Messen gelesen. Von Beginn an entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel zweier Teams, die sich das Eine oder Andere mehr ausgerechnet hatten. Auf Elxlebener Seite machte Capitän Raimund Beginskis die ersten acht Punkte, die vom Capitän der Wetzlarer gekontert wurden. Beide Teams mühten sich um Ordnung im Spiel, was von den Defense Reihen sehr schwer gemacht wurde. Mit 18:20 aus RSB Sicht endete das erste Viertel. Coach Micha Engel stellte auf zwei Center um und das zeigte Wirkung beim Seriensieger. Alex Halouski und Vahid Azad konnten ein Übergewicht erzeugen und die Bulls starteten eine kleine Serie. Am Ende der Halbzeit hatten die Bulls einige leichte Würfe liegen gelassen, führten aber mit 36:34.
Im dritten Viertel punkteten alle Spieler der Bulls und Böhme und Luszinski hielten ihre Farben im Spiel. Zu oft liessen die Bullen einfache Würfe liegen und ins letzte Viertel ging es mit einem 53:53. Jetzt war es noch einmal Capitän Raimund Beginskis, der eine 4 Punkteführung von Lahn Dill ausgleichen konnte. Beide Teams bekamen Foulprobleme und Philipp Häfeli auf Wetzlarer Seite verließ als erster mit fünf Fouls das Spielfeld. Vahid Azad und Alex Halouski bekamen ihr viertes Foul und Vahid Azad ging vorsichtshalber auf die Bank. Piotr Luszinski hatte sechs Würfe von der Freiwurflinie, die er alle versenkte. Alex Halouski erhielt sein fünftes Foul und wurde durch Vahid Azad ersetzt. Sieben Sekunden vor Ende kamen die Bulls über einen Kraftakt von Joke Linden noch einmal in Wurfposition, dieser hatte aber im letzten Spiel für die Bulls kein Glück und vergab. Am Ende ist das Spiel ein Spiegelbild der gesamten Saison mit einer durchweg starken Leistung der Elxlebener, aber auch einer Menge Verletzungen, die am Ende der Saison die gewohnte Harmonie und den Erfolg gekostet haben.

RSB Thuringia Bulls: Benny Kenyon 6, Raimnd Beginskis 22, Vahid Azad 8, Vanessa Erskine, Marcus Kietzer, André Bienek 6, Jens Albrecht, Alex Halouski 14,
Joke Linden 12.
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Samstag, 6. Mai 2017 - 11:06 Uhr
Final 4 Champions League im Rollstuhlbasketball auf Teneriffa


Es ist eine einmalige Gelegenheit, die RSB Thuringia Bulls sind dabei beim ersten Final 4 der Geschichte. Madrid, Cantu/ Mailand und Wetzlar haben sich als die besten Mannschaften Europas qualifiziert und Elxleben ist in dieser illustren Runde das vierte Team im Bunde. Coach Micha Engel:" Ich muß mich immer noch kneifen, um festzustellen, es ist Realität". Im ersten Halbfinale trafen die Bulls auf keinen Geringeren, als den Titelverteidiger aus Madrid. Paralympic Medaillengewinner aus aller Lande zieren die Starterliste der Madrilenen und das Herz jedes Rollstuhlbasketball Fan schlägt höher. Die Bulls begannen das Spiel mit Alex Halouski, Joke Linden, Beny Kenyon, André Bienek und Capitän Raimund Beginskis. Die Zuschauer sahen ein von beiden Seiten hochklassiges Spiel. André Bienek mit vier Dreiern in Folge wurde gekontert von Terry Bywater. Am Ende des ersten Viertels stand es in einem umkämpften Spiel 23:23. Das zweite Viertel begann, wie das erste aufgehört hatte. Thüringen wechselte Alex Halouski gegen Vahid Azad und Bienek und Bywater waren die spielbestimmenden Akteure. Das Kopf an Kopf Rennen fand zwei Minuten vor der Halbzeit sein Ende, als die Thüringer vier Angriffe nicht punkten und im Gegenzug einfache Punkte des Cup Verteidigers zulassen. So kamen die Madrlienen mit 46:41 aus der ersten Halbzeit und die Bullen hatten Redebedarf. Die zweite Halbzeit begann wieder mit einem überragenden Bywater, der aus jeder Distanz traf und den Bulls ganz alleine den Zahn zog. Sichtlich beeindruckt kamen die Elxlebener nicht ins Spiel und wechselten auf zwei Center und Vanessa Erskine, um dem Spiel eine Wende zu geben. Die Gastgeber spielten sich in einen Rausch und die Bulls verloren das Viertel mit 26:12. Mit 72:53 ging das Spiel ins letzte Viertel und war entschieden. Auch im letzten Viertel bekamen alle Spieler Einsatzzeiten, es änderte sich aber nichts am Spielverlauf. Madrid traf aus nahezu jeder Position und die Bulls verwarfen im gleichen Maß. Lediglich André Bienek war in der Lage für Punkte zu sorgen, nachdem Joke Linden in der zweiten Halbzeit mit einer Fingerverletzung ausfiel und Alex Halouski und Vahid Azad sich vergebens mühten. André Bienek machte 28 Punkte, was am Ende die Lehrvorführung des Titelverteidiger Madrid nicht verhindern konnte.

RSB Thuringia Bulls: Benny Kenyon 6, Raimnd Beginskis 7, Vahid Azad 3, Vanessa Erskine, Marcus Kietzer, André Bienek 28, Jens Albrecht 2, Alex Halouski 4, Joke Linden 14.

Mittwoch, 3. Mai 2017 - 21:20 Uhr
RBB Champions Cup


Für die RSB Thuringia Bulls geht es am kommenden Wochenende zur Champions League auf Teneriffa um die Krone im Europäischen Rollstuhlbasketball

Das letzte große sportliche Großereignis der Saison 2016/2017 steht an.
Coach Micha Engel freut sich mit seinem Team auf ein ganz besonderes Highlight.
"Es ist ein würdiger Abschied aus einer hervorragenden Saison. Erstmals wird die Krone Europas in einem Final 4 ausgespielt und wir haben uns dafür qualifizieren können", so Micha Engel. Für unser Team ist das die Belohnung für eine ganz starke Saison, in der wir uns nur dem Seriensieger aus Wetzlar beugen mussten.
Am kommenden Wochenende wird auf der kanarischen Insel Teneriffa der neue Champions League Sieger ausgespielt. Am Freitag, den 5. Mai treffen um 18 Uhr Ortszeit (19 Uhr MESZ) im ersten Halbfinale die RSB Thuringia Bulls auf Titelverteidiger CD Ilunion Madrid. Um 20:15 Uhr Ortszeit (21:15 Uhr MESZ) spielt dann der RSV Lahn Dill gegen Briantea 84’ Cantu um den Finaleinzug. Einen Tag später folgen zu den gleichen Uhrzeiten das Spiel um Platz 3, sowie das Finale um Europas Krone 2017. Madrid ist die zur Zeit beste Mannschaft in Europa und stellt mit den Silbermedaillengewinnern von Rio, Paplo und Alessandro Zarzuela aus Spanien, Bronzemedaillen Gewinner in Rio Terry Bywater aus Großbritannien und dem Australier Bill Latham die ganz Großen der Szene. André Bienek sieht das rational:" Bange machen gilt nicht und wir haben auch eine starke Mannschaft". "Am Anfang steht das Spiel 0:0 und jede Mannschaft hat fünf Spieler auf dem Feld. Wir können unbekümmert aufspielen und müssen unseren Matchplan umsetzen, dann werden wir sehen wo die Reise hingeht", so Kapitän Raimund Beginskis. Für das Interesse aus der Heimat gibt es den FIBA LIVESTATS und Informationen auf unserer Internet und Facebook Seite. Für einen eventuellen Livestream informieren wir ebenfalls über unsere Kanäle.
Die RSB Thuringia Bulls spielen mit folgendem Aufgebot: Benny Kenyon, Vanessa Erskine, Raimund Beginskis, Vahid Azad, Marcus Kietzer, André Bienek, Jens Albrecht, Alex Halouski, Joke Linden.

Sonntag, 23. April 2017 - 15:49 Uhr
Finale um die Deutsche RBB Meisterschaft


Die RSB Thuringia Bulls müssen sich gegen den Seriensieger Lahn Dill auch im Spiel zwei mit 63:71 (18:13, 7:21, 22:17, 16:20) geschlagen geben.


Die Bulls versuchten alles, um den Pokal um die deutsche Meisterschaft im Rollstuhlbasketball doch noch nach Elxleben zu holen. Der seit vier Wochen verletzte Vahid Azad meldete am Freitag Spielbereitschaft und bot dem Team um Coach Micha Engel ein paar Wechseloptionen mehr, als im Spiel eins. Mit Raimund Beginskis, Alex Halouski, André Bienek, Joke Linden und Benny Kenyon starteten die Bulls vor einer bis auf den letzten Platz gefüllten Halle konzentriert in die Begegnung. Mit guter Defense konnten die Thüringer den Dauersieger von der Lahn kontrollieren und Linden, Halouski und Kapitän Beginskis machten wichtige Punkte aus der Mitteldistanz bei einer Trefferquote von 80 Prozent. Bei 18:13 ging es in die Viertelpause und das Spiel bekam eine plötzliche Wende. 36 Sekunden nach Beginn des zweiten Viertels bekam Joke Linden sein drittes fragwürdiges Foul und ging auf die Bank. Somit fehlte den Bulls eine zentrale Figur im eigenen Spiel und Lahn Dill schlug zurück. Auf Thüringer Seite fiel fünf Minuten lang kein Korb mehr und Luszinski und Böhme nutzten die zur Verfügung stehende Freiheit zu einem 21:7 Lauf im zweiten Spielabschnitt. Mit einem ernüchternden 34:25 gingen die Bulls in die Pause und Coach Micha Engel hatte viel zu bereden und erinnerte an den Matchplan. Joke Linden kam im dritten Viertel zurück aufs Feld und zeigte mit 6 Punkten in Folge, dass sich die Thüringer noch nicht geschlagen geben. Vor allem Halouski, Beginskis und Linden bestimmten in dieser Zeit das Offensivspiel der Bullen und zum Ende des dritten Viertels waren die Hausherren wieder auf vier Punkte heran. Mit 47:51 ging es in ein aufregendes Schlussviertel und die Spannung fand seinen Höhepunkt. André Bienek brachte die Bulls mit sechs Punkten in Folge auf einen Punkt heran und das Spiel stand auf Messers Schneide. Zwei misslungene Dreierversuche von Bienek und Linden konterten Luszinski und Böhme ihrerseits. In dieser Phase war es vor allem Luszinski, der hochprozentig treffen konnte und den Bulls den Nerv zog. Die Bullen zwangen Lahn Dill mit Fouls an die Freiwurflinie, um wieder in Ballbesitz zu kommen. Luszinski nahm diese Einladung an und verwandelte seine Freiwürfe, während Beginskis, Bienek und Linden mit der letzten Verzweiflung von jenseits der 6,75 Meter ihr Glück versuchten und scheiterten. Am Ende war es noch einmal der Matchwinner Luszinski auf Lahn Diller Seite, der den Sack für die Hessen endgültig zubinden konnte. Zu guter Letzt erlebten die Zuschauer hochklassigen Sport und ein spannendes Spiel mit dem verdienten Sieg des Klassenprimus Lahn Dill. Beide Teams fliegen nun in 10 Tagen gemeinsam nach Teneriffa und spielen mit Mailand und Madrid um die Krone Europas in einem würdigen Saisonabschluss .

Die RSB Bulls spielten mit folgendem Aufgebot: Vanessa Erskine, Benny Kenyon 1, Raimund Beginskis 18, Marcus Kietzer, Andre Bienek 7, Jens Albrecht 2, Alex Halouski 19, Joke Linden 16, Vahid Azad.


Donnerstag, 20. April 2017 - 12:28 Uhr
Vorschau

Die RSB Thuringia Bulls spielen im zweiten Finale Samstag 18 Uhr in der Deutschen Meisterschaft im Rollstuhlbasketball um ein drittes Spiel am Sonntag 15 Uhr gegen den Seriensieger Lahn Dill.

Die Serie steht 1:0 für den RSV Lahn Dill und die RSB Thuringia Bulls müssen im Spiel 2 nun siegen, um weiter die Chancen auf die Titelverteidigung zu wahren. Die Ausgangslage ist für die Thüringer auf Grund der zahlreichen Verletzungen nicht die beste, doch das Team von Coach Micha Engel wird bis zum Umfallen kämpfen. Der Trainer musste am Dienstag den nächsten Ausfall beklagen: Kapitän Raimund Beginskis musste mit einer Platzwunde am Kopf ins Krankenhaus zum nähen seiner Verletzung. "Ich packe jetzt alle in Watte bis zum Spielbeginn am Samstag", macht Micha Engel auf Galgenhumor. "Ich bin gespannt wie sich diese Woche entwickelt und mache mir erst am Samstag Gedanken um einen Gameplan, wenn ich weiß, wer einsatzfähig ist. Die Bulls haben am kommenden Samstag 18 Uhr mit der sechsten Begegnung in diesem Spieljahr gegen Lahn Dill erstmals wieder einen Auftritt im eigenen Wohnzimmer und hoffen auf den Fortbestand der Serie im Fit -In, wo die Bulls noch kein Pflichtspiel verloren haben. André Bienek sieht die Chancen trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen nach dem überragenden Auftritt am letzten Samstag in Wetzlar als intakt und verspricht bedingungslosen Einsatz bis zur letzten Minute. Micha Engel und sein Team erwarten eine lautstarke Unterstützung und eine hoffentlich volle Halle im Fit - In in Elxleben und versprechen ganz großen Sport von zwei Mannschaften, die in Europa zur absoluten Spitze gehören. "Go RSB Thuringia Bulls"

Die Bulls spielen mit folgendem Aufgebot: Vanessa Erskine . , Benny Kenyon, Raimund Beginskis ?, Marcus Kietzer, Andre Bienek, Jens Albrecht, Alex Halouski, Joke Linden.

Dienstag, 18. April 2017 - 18:35 Uhr
Interview mit dem Head Coach der RSB Thuringia Bulls Michael Engel

Wie fällt dein Fazit über Spiel eins im Finale um die Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlbasketball in Wetzlar aus ?

M.E.
Nach einer Woche voller Negativerlebnisse hat meine Mannschaft eine Weltklasse-Leistung abgerufen und ganz großen Kampfgeist bewiesen. Mit dem Ausfall von Vahid Azad und Teemu Partanen sind uns fast alle Wechsel- bzw. Line Up-Optionen weggebrochen. Wenn ein zentraler Punkt unseres Spiels, Vahid Azad, mit durchschnittlich 15 Punkten im Spiel ausfällt, kann man das nur schwer ausgleichen. Das mußten wir ja bereits im Pokal feststellen und nun kamen ja auch noch die Verletzungen von Marvin Malsy und Teemu Partanen dazu. Stellt euch vor in Lahn Dill stehen in so einem Spiel Köhler oder Häfeli, Haller und Dreimüller nicht zur Verfügung. Am Ende war ich froh, dass Alex Halouski ein vertretbares Risiko eingegangen ist und seinem Team zur Verfügung stand.

In dieser Saison kommt es am Samstag 18 Uhr im Fit - In in Elxleben bereits zum sechsten Aufeinandertreffen der beiden besten deutschen Teams. Vier Niederlagen und ein Sieg sprechen eine eindeutige Sprache, oder?

M.E.
Naja, da lohnt es sich genauer darauf einzugehen. Drei der fünf Spiele fanden in Wetzlar statt und zwei auf neutralen Boden in der Erfurter Messehalle bzw. Schulsporthalle von Elxleben. In der Messehalle haben wir gewonnen und in der Schulsporthalle denkbar knapp mit eins verloren. Am Samstag kommt es zum 6.Aufeinandertreffen gegen den Klassenprimus aus Wetzlar aber erstmals in unserer eigenen Halle. Allerdings ändert das nichts an der Grundproblematik: Weiterhin werden zentralen Figuren in unserem Spiel verletzungsbedingt fehlen. Aber wir müssen Spiel 2 gewinnen, um unseren Traum von der Meisterschaft weiter am Leben zu erhalten. Dafür brauchen wir die Zuschauer und die einzigartige Stimmung in unserer Halle, dann können wir in einem ungleichen Kampf eventuell eine Überraschung herbeiführen.

Was ist dieses Jahr anders als im Vorjahr nach der Meisterschaft und Pokalgewinn ?

M.E.
Anders ist auf jeden Fall die Erwartungshaltung, zum einen unsere eigene und zum anderen die des Umfeldes. Dazu kommt das Verletzungspech von mehreren Spielern in der entscheidenden Phase der Meisterschaft. Es ist normal das Lahn Dill gewinnt, das kann man ja in den Ergebnislisten des letzten Jahrzehnts nachlesen. Im vergangenen Jahr haben wir etwas Außergewöhnliches erreicht und gehen damit realistisch um. Wir haben auch in dieser Saison eine überragende Runde gespielt (die beste in unserer Bundesligageschichte) und nur gegen Lahn Dill ein Spiel verloren. Wir sind seit einigen Jahren als einzige Mannschaft der Liga in der Lage dem Dauersieger Lahn Dill einen harten Kampf zu liefern und darauf sehr stolz.

Was können die Zuschauer am Wochenende von deinem Team erwarten ?

M.E.
Eine Mannschaft, die an sich glaubt und leidenschaftlich bis zum Umfallen kämpfen wird. Wir sind gut vorbereitet und haben auf unserem Parkettboden noch kein Pflichtspiel verloren. Wenn das am kommenden Montag immer noch so seien sollte, sind wir im Umkehrschluss Deutsche Meister. Wenn nicht, haben wir alles gegeben für das bestmögliche Ergebnis in dieser Saison.

Sonntag, 16. April 2017 - 12:59 Uhr
Play Off Finalspiel 1


Die RSB Thuringia Bulls lieferten sich mit einem Rumpfteam großen Kampf im ersten Finale um die Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlbasketball in Wetzlar und mussten sich erst in der Schlussminute mit 72:67 ( 14:13,20:23,18:15,20:16 ) geschlagen geben.

Die Bullen haben nach einer Woche mit Horrorszenarien eine unglaubliche Leistung vollbracht und leben weiter ihren Traum. Die Überraschung zum Abfahrtstermin war riesengroß, als Center Alex Halouski mit Sporttasche und den Worten " ich lasse die Jungs nicht im Stich " bereit stand und die Reise in die Basketballhauptstadt Wetzlar antrat. Damit konnte Coach Micha Engel kurzer Hand den Matchplan mit 5 kleinen Spielern und 12,5 Punkten in den Mülleimer werfen und umplanen. Was dabei herauskam war, mehr als beeindruckend. Die kranken Bullen Vahid Azad und Teemu Partanen an der Seitenlinie und der Rest mit kleiner Rotation auf dem Feld gegen 1500 Zuschauer und einen Klassenprimus in Bestbesetzung. Von Beginn an entwickelte sich ein hochdramatisches Spiel auf ganz hohem Niveau. Lahn Dill startete mit einem 8:2 und die Thüringer waren bei 10:9 wieder auf Schlagdistanz. Ben Kenyon, Raimund Beginskis, André Bienek, Joke Linden und Alex Halouski gaben nicht klein bei und mit 14:13 ging das erste Viertel zu Ende. Auch im zweiten Viertel gaben sich beide Teams keine Zentimeter und keine leichten Punkte. Zwei Dreier von Paye und Böhme konterten die Bulls mit Halouski, Linden und Bienek. Auf Wetzlarer Seite musste nach zwei Fouls Luszinski auf die Bank und Joe Bestwick kam zu seiner Abschiedsvorstellung in eigener Halle auf das Feld. 8 Punkte in Folge bereiteten den Elxlebenern einige Probleme, die aber Alex Halouski postwendend auf Bullsseite mit 9 Punkten in Folge ausgleichen kann. Lahn Dill versuchte mit physischem Spiel hart an der Grenze des Erlaubten die Thüringer zu beeindrucken und mit mehr Wechseloptionen Vorteile zu erzielen. Die Bullen hielten beeindruckend dagegen und gingen mit einer knappen 36:34 Führung in die Pause. In der zweiten Halbzeit veränderte sich das Spiel nicht entscheidend und die Führung ging ständig hin und her. Die Bulls trotzten dem harten Spiel der Wetzlarer und bemühten sich ihrerseits um Ordnung in ihrem Spiel. Mit fortschreitender Spielzeit musste Coach Micha Engel die unterschiedliche Auslegung der Basketballregeln durch die Schiris beklagen, vor allem Alex Halouski galt als Freiwild und war der Leidtragende. Ist Halouski in der Liga der mit Abstand meist gefoulte Spieler, setzte sich das auch im ersten Finalspiel fort. Jedes Inside Spiel des deutschen Nationalcenters wurde begleitet von regelrechten " Ringkämpfen "und bei jedem Wurf gab es mächtig auf die Finger. Am Ende des Spiels bekam Halouski in 40 Minuten nur fünf Fouls! gepfiffen und die Auslegung der Schiris warfen Fragen auf. Ins letzte Viertel gingen die Thuringia Bulls mit einem knappen 52:51 Rückstand. Am Ende war es eine Frage der Kraft bei wenig Möglichkeiten in der Rotation für die Bullen. Micha Engel haderte mit der Auslegung der Schiris und motivierte seine Jungs die letzten Reserven zu mobilisieren. Am Ende fand ein enges hochklassigen Spiel mit Lahn Dill seinen glücklichen Sieger und die Rollstuhlbasketballwelt ist in Hessen wieder in Ordnung. Die RSB Bulls haben am kommenden Samstag 18 Uhr mit der sechsten Begegnung in diesem Spieljahr gegen Lahn Dill erstmals wieder einen Auftritt im eigenen Wohnzimmer und hoffen auf den Fortbestand der Serie im Fit-In. Micha Engel und sein Team erwarten lautstarke Unterstützung bei Rollstuhlbasketball vom Allerfeinsten. "Go RSB Thuringia Bulls"

Die RSB Bulls spielten mit folgendem Aufgebot: Vanessa Erskine n.e., Benny Kenyon, Raimund Beginskis 16, Marcus Kietzer, Andre Bienek 16, Jens Albrecht 2, Alex Halouski 21, Joke Linden 12.

Mittwoch, 12. April 2017 - 11:15 Uhr
Vorschau


Die RSB Thuringia Bulls stehen im Finale um die Deutsche Meisterschaft und die Hiobsbotschaften hören nicht auf.

Coach Micha Engel verbringt in der Woche vor dem ersten Finale am Samstagabend 19.30 Uhr in der Rollstuhlbasketball Hauptstadt Wetzlar mehr Zeit in den Wartezimmern verschiedener Ärzte in und um Erfurt, als auf dem Trainingsparkett in eigener Halle. "Zur Zeit macht mir das Angst, wie sich die Dinge aneinander reihen", so Micha Engel. Vahid Azad laboriert weiter an einer hartnäckigen Handverletzung aus dem Play Off Spiel in Wiesbaden, was einen Einsatz am Samstag in Wetzlar fast unmöglich macht, zumal Vahid schon drei Wochen aus dem Training ist. Der zweite Center Alex Halouski liegt mit einer schweren Grippe flach und auch dessen Einsatzmöglichkeit ist stark gefährdet. Bezeichnet der Bulls Coach diesen Zustand schon als Katastrophe, kommt heute die nächste Horrormeldung, Teemu Partanen hat sich einen Bandscheibenvorfall im letzten Spiel zugezogen und muss sich einer Operation unterziehen. Da ist momentan nicht viel Platz für Vorfreude auf die Finalspiele beim Rest der Mannschaft. André Bienek kann sich in seiner Laufbahn an keine ähnliche Situation erinnern und motiviert seine Teamkollegen, die Köpfe nicht hängen zu lassen. Kapitän Raimund Beginskis macht derweil auf Galgenhumor und stellt fest, wir sind noch immer acht Spieler, die am Samstag die Reise nach Wetzlar antreten werden.


Samstag, 8. April 2017 - 21:04 Uhr
PLAY OFF HF - RSB siegt erneut gegen Wiesbaden


Die RSB Thuringia Bulls stehen in der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlbasketball nach einem 80:68 (25:1, 21:25, 16:15,18:11 ) Sieg gegen die Rhein River Rhinos Wiesbaden.

Die Bullen erreichten zum dritten Mal in Folge die Finalserie um die Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlbasketball. Es war kein reibungsloses Spiel und die Pokalniederlage steckte noch in den Kleidern der Thüringer. Coach Micha Engel hatte es schwer, sein Team vom Kopf her zu erwischen: " Wir haben ohne Konzentration in einem " wilden Basketballspiel " viele Fehler gemacht und der weitere Ausfall von Vahid Azad hat sich stärker bemerkbar gemacht, als erwartet. Dazu hatte Alex Halouski mit einer Grippe zu kämpfen, was es für die Thüringer nicht leichter gemacht hat. Kurz vor der ersten Viertelpause führten die Elxlebener mit 25:13 und leisteten sich in den letzten Sekunden des Viertels zwei Ballverluste, welche die Rhinos zur Ergebniskosmetik nutzten. Im zweiten Viertel kam keine Ordnung in das Spiel der Bullen und Wiesbaden konnte weiter verkürzen. Einzig Alex Halouski hatte mit seinen 27 Punkten bis zur Halbzeitpause eine böse Überraschung der Bulls verhindern können. Coach Micha Engel versuchte in der Halbzeitansprache, sowie mit der einen oder anderen Auszeit und einigen Spielerwechseln, wieder Ordnung ins Spiel zu bekommen, was sich nur teilweise bemerkbar machte. Mit 62:57 gingen die Bulls in das letzte Viertel und die Rhinos versuchten noch einmal das Blatt zu wenden, um ein drittes Spiel zu erzwingen. Jetzt waren es neben Alex Halouski -mit 42 Punkten Topscorer der Begegnung- vor allem Joke Linden und Teemu Partanen, die sich in die Scorerliste eintragen konnten und die Thüringer auf der Siegerstraße hielten. Am Ende eines nicht guten Spiels setzten sich die Thuringia Bulls mit einem glatten 2:0 in der Halbfinalserie gegen die Rhein River Rhinos durch und werden den am selben Abend stattfindenden Sportler Ball als Teilnehmer an der Finalserie um die Deutsche Rollstuhlbasketball Meisterschaft erleben. Der Gegner hierbei wird in Lahn Dill gesucht. Der Klassenprimus aus Wetzlar muss unbedingt Spiel zwei gegen die BG Baskets aus Hamburg gewinnen, um am Sonntag im Spiel drei die Chance auf die Finalserie aufrecht zu halten.
Die RSB Bulls spielten mit folgendem Aufgebot: Vanessa Erskine, Benny Kenyon 2, Raimund Beginskis 6, Marcus Kietzre 1, Andre Bienek 4, Jens Albrecht, Teemu Partanen 12, Alex Halouski 42, Joke Linden 14, Marvin Malsy.

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